Sonnengas und Windgas
Nach der Diskussion um ein verbessertes Verbrauchsmanagement für den Strom aus erneuerbaren Energie-Quellen ist nun eine weitere Technologie in den öffentlichen Fokus gerückt EE-Gas (Erneuerbare Energie) oder auch Sonnen-Gas oder Wind-Gas genannt.
Hier erzeugen Wind- oder Solarstrom durch Elektrolyse Wasserstoff und Sauerstoff. Der Wasserstoff kann bis zur Höhe von 5 Volumenprozent direkt ins Erdgasnetz eingespeist werden. Außerdem kann man den Wasserstoff mit Kohlendioxid (zB. aus Industrieabgasen) durch Methanisierung in Methan umwandeln. Dieses künstlich hergestellte Methan kann dann zu 100% in das Erdgasnetz eingespeist werden oder in Tanks gelagert werden. Die Speicherkapazität des vorhandenen deutschen Erdgasnetzes wird von Experten mit über 500 TWh (Terawattstunden) angegeben. Zum Vergleich beträgt die Speicherkapazität der deutschen Pumpwasserspeicher 0,04 TWh!
Seit Jahren testet
das ZSW (Zentrum für Sonnenenergie und Wasserstoff -Forschung Baden
Württemberg) den Einsatz von Sonnengas und Windgas zur Erzeugung von
künstlichem Erdgas aus erneuerbaren Quellen.
Allerdings ist die Elektrolyse noch nicht optimiert hinsichtlich der
Energieeffizienz, zudem sind am Markt erhältliche Elektrolysegeräte nicht auf
ein ständiges An- und Abschalten ausgelegt, was sich zwangsläufig ergibt, wenn
man sie nur mit überschüssigem Strom betreibt.
Interessant ist hier, dass die Audi AG die Firma SolarFuel mit dem Bau einer Pilotanlage beauftragt hat um die überschüssigen Stromanteile aus Sonne und Wind in erneuerbares Erdgas umzuwandeln. Die Audi AG spricht hier von E-Gas.
Auch Greenpeace kommt mit einem eigenen Windgas Angebot auf den Markt, hier wird in der ersten Zeit allerdings Erdgas verkauft--dies soll aber stetig durch Windgas ersetzt werden.
Die Firma Sonnenfinanz UG wird diesen Markt verstärkt beobachten und die entstehenden Möglichkeiten für den Endverbraucher mit eigener Photovoltaikanlage oder Windkraftanlage bereitstellen.
